Fahrrad, Technik

B’TWIN Triban 100 – Fazit nach 1.000km

Da ich mein geliebtes Rennrad nicht durch die kalten und nassen Kölner Straßen im Winter zur Arbeit zu jagen und es dann noch ungeschützt draussen stehen lassen möchte, habe ich mir Ende des Jahrs Fahhrad No 4 (N+1) gekauft. Dieses Rad sollte im wesentlichen mein Trekkingrad für den täglichen Arbeitsweg ersetzen und im Winter für die ein oder andere Tour herhalten. Da ich es während der Arbeit auch draußen stehen lassen möchte, sollte es zudem möglichst günstig sein und für den erhöhten Fahrkomfort breite Reifen fassen.

Für knapp 260 Euro kriegt man im örtlichen Decathlon Store genau das: Ein Rad der Decathlon Eigenmarke B’TWIN – Model Triban 100. Das Rad ist das günstigste Rennrad von Decathlon. Es bringt einen sehr robusten Rahmen, 33mm Reifen, eine 7-Gang Tourney Schaltung und zwei funktionierende Bremsen. Mit einem Set Shimano M520 Pedale kriegt man für weniger als 300 Euro ein solides (wenn auch 11kg schweres) Rennrad.

Triban 100
Triban 100

Rahmen

Der Rahmen ist solide Verarbeitet und macht einen sehr Stabilen und langlebigen Eindruck. Die Geometrie richtet sich an Einsteiger und Menschen wie mich die es lieber bequem und komfortabel auf dem Rennrad mögen. Der Rahmen ist in drei Größen erhältlich: S, M & L. Mit meinen 1,88m ist L gerade noch so (mit einigen Tricks) passend. Ein XL wäre wohl besser gewesen. Das Rad wird mit einer sehr langen Sattelstütze geliefert, sodass man ein wenig Spielraum hat. Der Rahmen hat Anbaumöglichkeiten für Schutzbleche und Gepäckträger. Wer mit dem Gedanken spielt Schutzbleche zu montieren sollte zuerst die Reifen wechseln. Mit dem 33er Profil der Reifen und den verbauten Bremsen habe ich keine passenden gefunden. Für mich tut es jetzt ein Ass-Saver.

Schaltung

Die Schaltung ist mit Sicherheit nichts für einen Alpencross oder generell für Bergige Landschaften. Zwar sind die 7 Gänge gut aufgeteilt, jedoch ist es schon bei ebener Strecke nicht immer einfach einen passenden Gang zu finden. Bedient werden die Gänge über einen sehr merkwürdigen Schalthebel am Lenker. Wer STI’s gewöhnt ist braucht ein paar km um sich daran zu gewöhnen. Mittlerweile schalte ich sehr schnell und präzise damit.

Triban 100 Hochwasser
Blick auf das Hochwasser 2018

Bremsen

Die Bremsen funktionieren einigermaßen. Wunder darf man hier nicht erwarten. Mit besseren Belägen kann man noch ein wenig Leistung rauskitzeln. Auch wenn Sie bis jetzt mein Rad immer zuverlässig, wenn auch träge zum stehen brachten, werde ich meine Augen nach ein paar Sora-Bremskörpern ausschau halten.

Reifen

Die Reifen haben mich sehr überrascht: Bis jetzt habe ich nach 1.000 km noch immer keinen Platten. Durch Ihre Breite sind die sehr komfortabel und haben trotzem einen akzeptablen Laufwiderstand und hätten durchaus auch Abseits von asphaltierten Strecken genügend Grip.

Fazit

Wer hauptsächlich in flachem Gelände unterwegs ist, bekommt für 260 ein sehr leicht zu wartendes, robustes Fahrrad bei dem tatsächlich Rennradfeeling aufkommt.

Nachtrag nach 1.500km:

In den letzten 2 Wochen hatte ich nun zwei gebrochene Speichen. Der erste leider an einer so ungünstigen Stelle das ich das Rad nach Hause schieben musste. Beim zweiten konnte ich wenigstens die letzten 35km zurück radeln. Bei -5 Grad durchaus wichtig! 😉

Ich glaube nicht das hier ein generelles Problem vorliegt. Die Laufräder und Speichen machen eher einen „robusten“ als leichtgewichtigen Eindruck. Hier ist evtl. zu viel Speichenspannung verloren gegangen.

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