Outdoor, Technik

Review: Tasmanian Tiger Modular Pack 30

Technische Daten

Hersteller: Tasmanian Tiger (Tatonka)
Model: Modular Pack 30
Größe: 30l
Farbe: Oliv
Typ: Frontloader
Material: 700den Cordura
Abmessungen: 46 x 30 x 18 cm
Gewicht: 1,6 kg

Einsatzgebiete

  • Alltags
  • EDC / GHB-Bag
  • Daypack
  • Hüttenwanderungen

Review

Als ich den Rucksack das erste Mal auf Bildern gesehen habe, hat er mir nicht besonders gefallen. Interessiert hat er mich dennoch, da sein internes Organisations-Konzept für mich neu war.

Nach einer ersten Inspektion in einem örtlichen Outdoor-Fachgeschäft war ich dann doch sehr angetan.

Was ist also an diesem Rucksack so anders?

Zum einen ist es Frontloader mit einem umlaufenen Reißverschluss (YKK). Frontloader bieten den Vorteil das man sofort auf jedes Teil seiner Ausrüstung Zugriff hat und nicht erst andere, drüber liegende Ausrüstungsgegenstände, auspacken muss.

So richtig kann ein Frontloader seine Vorteile ausspielen, wenn man seine Ausrüstung gut in ihm organisieren kann. Hier kann Tasmanian Tiger (TT) mit seinem Klett-Molle-System punkten (später mehr dazu).

Öffnet man die Reißverschlüsse bei diesem Rucksack nur zu einem Drittel, so wirkt er wie ein klassischer Toploader. Der Vorteil eines Toploaders ist, dass man weiche Ausrüstungsgegenstände wie Kleidung in den Rucksack stopfen und somit gut komprimieren kann.

Der Rucksack behält dank des Schnitts und den robusten Materialien stets seine Form. Seine Form wird zur Unterseite schmaler. Dies hat zur Folge das er nicht selbstständig stehen kann ohne gegen eine Wand gelehnt zu werden. Auf glatten Untergründen neigt er dazu auf die Vorderseite zu rutschen.

An der Front, linken und rechten Seite sind Laser-Cut-MOLLE-Schlaufen (PALS) angebracht. An der Front sind es 4 mal 5 +2, an den Seiten jeweils 4 mal 6. Durch die Laser-Cut-Schlaufen wirkt der Rucksack deutlich unauffälliger. Zwar ist das anbringen zusätzlicher Taschen bei diesem System ein wenig aufwändiger, aber auch die Gefahr mit den Schlaufen hängen zu bleiben sinkt.

An den Seiten befindet sich ein verdecktes Komprimierungssystem welches über einen Kordelzug mit Kordelstopp funktioniert.

An beiden Seiten befindet sich ein Auslass für ein Trinksystem. Die Auslässe könnten für meinen Geschmack etwas größer sein.

Über dem Deckelfach befindet sich eine Gepäckspinne mit der eine Jacke griffbereit transportiert werden kann. Im Deckelfach selbst sind ausreichend Fächer sowie zwei D-Ringe für Schlüssel untergebracht. Im Gegensatz zum Haupt-Reißverschluss ist der Reißverschluss des Deckelfachs gegen das Eindringen von Spritzwasser geschützt. Das Material selbst ist wasserabweisend aber nicht wasserdicht. Bei der Dichte des Materials kann man davon ausgehen dass es eine halbe Stunde dem Regen stand halten kann. Wer auch bei Dauerregen unterwegs sein möchte oder sein muss, sollte eine zusätzliche Regenhülle anschaffen. Ich nutze die Tatonka Rainflap für Rucksäcke von 30l bis 40l in Oliv.

An der Vorderseite findet man noch zusätzliche Laschen an der weiteres Schock-Cord befestigt werden kann. Über seitlich angebrachte Doppellochzungen kann eine Befestigung für Lange Gegenstände (Trekking-Stöcke, Langwaffe etc.) hergestellt werden. Zusätzlich befindet sich vorne die obligatorische Klettfläche für Patches oder Namensschilder. Auf dem Boden befindet sich keine weitere Befestigungsmöglichkeit.

Das Tragesystem besteht aus zwei gut gepolsterten Schulterriemen die jeweils einen D-Ring sowie Lastkontrollriemen besitzen. Die Schulterriemen selbst sind in der Länge verstellbar sodass Sie auch über einem Plattentragesystem getragen werden können.

Über eine versteckte Fastex-Schnalle lässt sich der Rucksack abwerfen.

Ein verstellbarer Brustgurt ist ebenfalls vorhanden. Dieser ist an einer stelle elastisch und bestitzt eine kleine Schlaufe in die ich gerne meine Sonnenbrille einstecke.

Unten befinden sich der Beckengurt die mittels Klett an beiden Seiten entfernt werden können. Der Beckengurt besitzt auf beiden Seiten eine mittelgroße Tasche in der auch ein Smartphone (getestet mit iPhone 6s) platz findet.

Der Rücken ist mit Ventilationsschaum gepolstert. In der Mitte befindet sich eine Vertiefung die ebenfalls der Luftzirkulation dient.

Von dieser Art Ventilation darf man keine Wunder erwarten. Letztendlich liegt der Rücken fast plan auf dem Tragesystem auf. TT stellt einen ähnlich aufgebauten Rucksack (TT Modular Pack 30 Vent) mit einem Netzrückensystem her. Bei diesem wird das Rucksackgewicht ein Stück vom Rücken entfernt um eine wirksame Ventilation herbeizuführen. Allerdings lassen sich solche Rucksäcke während Kletterpassagen oder generell in schwierigen Gelände deutlich schlechter führen. Ich bevorzuge daher Kontaktrückensysteme.

Das Gewicht wird über eine entnehm- und anpasspbare Alu-Schiene auf die Hüftgurte übertragen. Für die Größe des Rucksacks ist das Tragesystem vollkommen ausreichend. Lasten bis 10kg können in diesem Rucksack problemlos transportiert werden.

Das Tragesystem ist, wie bei Rucksäcken dieser Größe üblich, nur sehr begrenzt einstellbar. Mit meinen 1,88m passt mir der Rucksack hervorragend. Ich würde vermuten das deutlich kleinere Personen Probleme haben.

Das innere des Rucksacks ist, abgesehen von einer Mesh-Tasche, fast vollständig mit einer Kombination aus Klett und Laser-Cut-Molle bezogen. Dies ermöglicht es seine Ausrüstung in Klett oder klassischen Molle-Taschen zu organisieren. Mitgeliefert werden 3 Klett-Taschen (2x Mesh, 1x Geschlossen) sowie ein anpassbares Waffentragesystem. Die drei Taschen besitzten zusätzlich ein klettbares Beschriftungsschild.

Die Taschen sowie das Waffentragesystem können dank des Kletts beliebig im inneren des Rucksacks angeordnet werden. Oben lässt sich der Rucksack über einen weiteren Reißverschluss öffnen. So können auch Gegenstände die länger als der Rucksack sind (z.B. Langwaffen) transportiert werden.

Durchgeführte Modifikationen

  • Trinkschlauch-Halterung am linken Schultergurt angebracht

Vorläufiges Fazit

Bisher musste sich der Rucksack nur im Alltag beweisen. Eine längere Tour mit hoher Beladung steht noch aus.

Die Verarbeitung und die Auswahl der Materialien sind sehr gut. Ein 500er Cordura hätte es vermutlich auch getan, allerdings würde der Rucksack dann seine Form nicht mehr so gut halten können.

Die Organsisationsmöglichkeiten zusammen mit den mitgelieferten Taschen machen den Rucksack in der Tat zu einem modularen Rucksack. Gerade für Menschen wie mich die Ausrüstung nicht einfach nur irgendwie in das Hauptfach werden, sondern sich Gedanken über die Gewichtsverteilung und den Zugriff machen haben hier Freude.

Ein abschließendes Fazit werde ich in einem separaten Bericht nach ein paar Touren schrieben.

Update 16.10.2017

Ich habe den Rucksack mittlerweile wieder verkauft. Das modulare Design hat sich im Alltag als unpraktisch erwiesen. Außerdem war der Rucksack für meinen Alltag zu groß. Er wurde durch einen Deuter TransApline 24 ersetzt.

Fahrrad, Reise, Technik, Tour

Packliste Mehrtagestour Rennrad

Ich habe mittlerweile beschlossen das ich die kommende Mehrtagestour nicht mit vollem Camping-Equipment fahren werde. Stattdessen werde ich in einer Pension nächtigen. In den letzten Tagen habe ich mir Gedanken gemacht was ich denn so alles mitnehmen muss. Dabei ist folgende Packliste entstanden:

Menge Kategorie Produkt
1 Hygiene Zahnbürste
1 Hygiene Zahnpasta
1 Hygiene Duschgel
1 Hygiene Rei in der Tube
1 Technik GPS (Garmin Touring Edge)
1 Technik Smartphone (iPhone 6S)
1 Technik Powerbank (Anker 10.000 mAh)
1 Technik USB-Netzgerät
1 Technik Mini-USB Kabel (f. Garmin)
1 Technik Micro-USB Kabel (f. Powerbank)
1 Technik Lightning-Kabel (f. iPhone)
1 Technik Akku-Scheinwerfer (B&M Ixon Core)
1 Technik Akku-Rücklicht (B&M Ixxi)
1 Technik Kopflampe (Petzl Tactikka Plus )
1 Fahrrad Kabel + Schloss (Abus Cobra 10 / Abus 70IB)
1 Fahrrad Multitool
2 Fahrrad Reifenheber
1 Fahrrad Flickset
1 Fahrrad Minipumpe
1 Fahrrad Schlauch
1 Sonstiges Geldbörse
1 Sonstiges Taschenmesser (Victorinox Pioneer Alox)
1 Sonstiges Erste Hilfe Set
1 Kleidung Radhose *
1 Kleidung Jersey kurzarm*
1 Kleidung Jersey lamgarm
2 Kleidung Paar Socken *
1 Kleidung Radschuhe *
1 Kleidung Helm *
1 Kleidung Cycling-Cap *
1 Kleidung Regenjacke
1 Kleidung Regenüberschuhe
1 Verpflegung Packung Nüsse
3 Verpflegung Riegel
2 Verpflegung Wasser (Trinkblase + Flasche)

* am Mann

Einen Großteil der Ausrüstung will ich auf meiner Trainingsfahrt am kommenden Samstag bereits mitnehmen um mein Tempo mit Gepäck realistischer Einschätzen zu können.
Verpackt wird das alles in die Satteltasche, Oberrohrtasche und Rahmentasche. Auf die Lenkertasche werde ich wohl verzichten können. Diese schränkt meine Beweglichkeit auf dem Rad auch am meisten ein.

Fahrrad, Technik

Neue Ortlieb-Taschen

Eigentlich sind meine Ortlieb-Taschen noch vollkommen in Ordnung und erfüllen Tag für Tag und Reise für Reise treu Ihre Dienste. In Holland habe ich aber die Ortlieb Backroller Plus in der Version Rot / Schwarz gesehen und mich sofort verliebt. Da meine Taschen noch einen hohen Wiederverkaufswert haben, werden diese jetzt gesäubert und veräußert.

Ortlieb Backroller Plus

Beim Backroller Plus gibt es keine großen Unterschiede zu den Classics. Der wesentliche unterschied ist das Material. Es sieht nicht mehr nach LKW-Plane aus wirkt etwas matter und eleganter. Das Quick-Locksystem benötigt, im Unterschied zu meinen alten Taschen, kein Wekrzeug mehr und der untere Harken hat eine Verstell-Schiene mehr erhalten.

Ortlieb Ultimate 6

Hier kann ich nur zu der älteren (Version 5) Classic Version vergleichen. Hier hat sich wirklich einiges getan. Auch hier verwendet Ortlieb das neue elegantere stoffähnliche, aber genauso wasserdichte Material. Die Plus-Version hat zusätzlich zwei kleine Netztaschen an den beiden Seiten. Mit diesen weiß ich ehrlich gesagt noch nichts anzufangen. Super finde ich außerdem die Möglichkeit nicht nur die Tasche sondern auch den Inhalt rudimentär gegen Diebstahl mit dem Schlüssel zu schützen.

In der Version hat Ortlieb die Druckknöpfe die den Deckel geschlossen halten gegen Magnete ausgetauscht. Das ist ein wirklich Mehrwert. Die Druckknöpfe waren dermaßen kräftig das man beim öffnen soviel Kraft aufwenden muss das man Angst um die Halterung haben musste.

Wie sich die Taschen schlagen wird sich auf den nächsten Touren zeigen. Ortlieb gehört zu den Marken die einen großen Vertrauensvorschuss bei mir genießen. Dementsprechend zuversichtlich bin ich, das auch die neuen Taschen nicht enttäuschen werden.

Fahrrad, Technik

Neue Mäntel: Schwalbe Marathon Plus

Ich kann nicht sagen das ich mit den Mänteln (Schwalbe Citizen) die mein Trekkingrad bisher schmückten unzufrieden gewesen wäre. Nach über 3.500km hatte ich 2 Platten (beide am Hinterrad). Allerdings wurde es Zeit abschied zu nehmen.

Das Profil ist vollständig abgefahren und Reifendefekte wären bald zu einem festen Bestandteil jeder Fahrt geworden. Gerade im Hinblick auf die nächsten Touren musste also schnell ein Ersatz her.

Entschieden habe ich mich nach kurzer Recherche für 2 Schwalbe Marathon Plus 700x35c.

Schwalbe wirbt wegen der 5mm dicken Schicht aus Spezialkautschuk mit dem Wort „unplattbar“ und demonstriert das in einem Video.

Ich werde den Reifen nicht auf die Probestellen aber über meine Erfahungen berichten. Bisher kann ich schon folgendes sagen:

  1. Das aufziehen der Mäntel ist eine Qual und hat mich fast 20min gekostet.
  2. Der Mantel ist sehr viel leiser und laufruhiger als meine bisherigen (abgefahrenen) Mäntel.

Nach der Erfahrung wie schwierig es ist, die Mäntel aufzuziehen hoffe ich das sie wirklich so unplattbar sind wie die Werbung verspricht.

Update

Die neuen Mäntel sind jetzt seid fast 4 Monaten täglich im Einsatz. Mein Fahrrad ist auch mein (Haupt-)Transportmittel. Ich bin mit den Mänteln nun auch mehrfach unfreiwillig durch Scherben gefahren. Einen Platten hatte ich bisher nicht. Abnutzungserscheinungen sind bis jetzt auch keine zusehen. Gerade Montagmorgens wenn viele Radwege in der Kölner Innenstadt noch mit Glasscherben bedeckt sind, geben die Mäntel einem sehr viel mehr Sicherheit.

Fahrrad, Reise, Technik

Topeak Bikepacking-Taschen

Das Thema Bikepacking fasiziniert mich schon seid einiger Zeit. Die Kombination aus Radfahren und Outdoor / Trekking Erlebnis ist auch die Kombination zweier Leidenschaften die ich mein Eigen nenne.

Glaubt man Gunnar Fehlau braucht es nicht viel um loszulegen. Was man aber braucht ist ein Bike und ein paar Taschen um die Ausrüstung vernünftig ans Rad zu zurren.

Von solchen spezialisierten Radtaschen gibt es mittlerweile einige am Markt. Die meisten kommen von neuen Startups die Ihre Taschen in kleinen Produktionen fertigen – zu entsprechenden Preisen.

Topeak ist neben Ortlieb einer der ersten großen und traditionellen Radtaschen-Hersteller die ihn dieses Segment vorstoßen. Ich habe mich, nicht zuletzt wegen der Preisdifferenz für das Set von Topeak entschieden.

Das Set besteht aus einer Lenkerrolle (Frontloader), einer Rahmentasche (Midloader), einer Oberrohrtasche (Toploader) und einer Satteltasche (Backloader). Rahmentasche, Oberrohrtasche und Satteltasche gibt es in jeweils zwei größen. Ich habe mich immer für die größere der beiden Varianten entschieden.

Bis auf eine kürzere Tour auf der ich die Taschen zum Transport einiger Dinge missbraucht habe, kann ich noch keine vernünftigen Erfahrungswerte vorweisen. Ein Review erfolgt dann im Zusammenhang meiner ersten Tour. Vorweg kann ich aber sagen das ich die Taschen für durchdacht und qualitativ hochwertig erachte.