Fahrrad, Technik

B’TWIN Triban 100 – Fazit nach 1.000km

Da ich mein geliebtes Rennrad nicht durch die kalten und nassen Kölner Straßen im Winter zur Arbeit zu jagen und es dann noch ungeschützt draussen stehen lassen möchte, habe ich mir Ende des Jahrs Fahhrad No 4 (N+1) gekauft. Dieses Rad sollte im wesentlichen mein Trekkingrad für den täglichen Arbeitsweg ersetzen und im Winter für die ein oder andere Tour herhalten. Da ich es während der Arbeit auch draußen stehen lassen möchte, sollte es zudem möglichst günstig sein und für den erhöhten Fahrkomfort breite Reifen fassen.

Für knapp 260 Euro kriegt man im örtlichen Decathlon Store genau das: Ein Rad der Decathlon Eigenmarke B’TWIN – Model Triban 100. Das Rad ist das günstigste Rennrad von Decathlon. Es bringt einen sehr robusten Rahmen, 33mm Reifen, eine 7-Gang Tourney Schaltung und zwei funktionierende Bremsen. Mit einem Set Shimano M520 Pedale kriegt man für weniger als 300 Euro ein solides (wenn auch 11kg schweres) Rennrad.

Triban 100
Triban 100

Rahmen

Der Rahmen ist solide Verarbeitet und macht einen sehr Stabilen und langlebigen Eindruck. Die Geometrie richtet sich an Einsteiger und Menschen wie mich die es lieber bequem und komfortabel auf dem Rennrad mögen. Der Rahmen ist in drei Größen erhältlich: S, M & L. Mit meinen 1,88m ist L gerade noch so (mit einigen Tricks) passend. Ein XL wäre wohl besser gewesen. Das Rad wird mit einer sehr langen Sattelstütze geliefert, sodass man ein wenig Spielraum hat. Der Rahmen hat Anbaumöglichkeiten für Schutzbleche und Gepäckträger. Wer mit dem Gedanken spielt Schutzbleche zu montieren sollte zuerst die Reifen wechseln. Mit dem 33er Profil der Reifen und den verbauten Bremsen habe ich keine passenden gefunden. Für mich tut es jetzt ein Ass-Saver.

Schaltung

Die Schaltung ist mit Sicherheit nichts für einen Alpencross oder generell für Bergige Landschaften. Zwar sind die 7 Gänge gut aufgeteilt, jedoch ist es schon bei ebener Strecke nicht immer einfach einen passenden Gang zu finden. Bedient werden die Gänge über einen sehr merkwürdigen Schalthebel am Lenker. Wer STI’s gewöhnt ist braucht ein paar km um sich daran zu gewöhnen. Mittlerweile schalte ich sehr schnell und präzise damit.

Triban 100 Hochwasser
Blick auf das Hochwasser 2018

Bremsen

Die Bremsen funktionieren einigermaßen. Wunder darf man hier nicht erwarten. Mit besseren Belägen kann man noch ein wenig Leistung rauskitzeln. Auch wenn Sie bis jetzt mein Rad immer zuverlässig, wenn auch träge zum stehen brachten, werde ich meine Augen nach ein paar Sora-Bremskörpern ausschau halten.

Reifen

Die Reifen haben mich sehr überrascht: Bis jetzt habe ich nach 1.000 km noch immer keinen Platten. Durch Ihre Breite sind die sehr komfortabel und haben trotzem einen akzeptablen Laufwiderstand und hätten durchaus auch Abseits von asphaltierten Strecken genügend Grip.

Fazit

Wer hauptsächlich in flachem Gelände unterwegs ist, bekommt für 260 ein sehr leicht zu wartendes, robustes Fahrrad bei dem tatsächlich Rennradfeeling aufkommt.

Outdoor

MegaMarsch 2018

Für dieses Jahr habe ich mir einiges vorgenommen. Neben dem Malerweg möchte ich Ende September auch den Mega Marsch Köln absolvieren. Der Mega Marsch ist eine Veranstaltung bei der man in 24 Stunden eine Distanz von 100km zu Fuß zurücklegt.
Das ganze ist als Wanderveranstaltung ausgelegt. Zeiten werden also von offizieller Stelle nicht gemessen.
Die Strecke führt von Brühl in die Eifel nach Nettesheim und ist mit insgesamt vier Verpflegungsstationen ausgestattet. So muss man nicht Proviant für 24h körperliche Aktivität im Rucksack schleppen.

MegaMarsch 2018 Flyer

Nach dem Studium zahlreicher YouTube Videos bin ich zu dem Schluss gekommen das körperliche Fitness zwar nicht schadet aber kein Garant für einen Erfolg ist. Ich werde also neben meinem üblichen Lauftraining am Wochenende auch längere Wanderstrecken von 25km+ einbauen um die beim Wandern beanspruchten Muskelpartien geziehlt zu trainieren. Außerdem bin ich mir noch nicht im klaren, welche Art von Schuhen ich verwenden werde.

Wanderung an der Urfttalsperre
Wanderung an der Urfttalsperre

Eine erste Teststrecke von 17km habe ich in Kategorie B/C Trekkingstiefeln gemeisert. Diese sind mir aber für 100km definitiv zu schwer.
Ich habe mir vorgenommen hier im Blog über mein Training zu informieren.

Fahrrad

Ein neues Rennrad

Nachdem mir kurz vor meinem Urlaub mein Keller samt Cyclocross-Rad leergeräumt wurde musste ein neues Rad her. Meine Hausratversicherung reagierte glücklicherweise schnell und unkompliziert.

Cyclocrosser oder klassiches Rennrad?

Damals habe ich mich ganz bewusst für ein Cyclocrosser entschieden. Ich habe mich da wohl von der ganzen Bikepackig / Gravel-Romantik beeinflussen lassen. In der Realtität stellte sich heraus das ich mit dem Rad so gut wie nie über Schotter gefahren bin und auch Bikepacking nie gemacht habe. Ein Cyclocrosser oder Gravelbike ist für mich also eher unnötig gewesen. Ich habe mich daher für ein gut ausgestattetes und leichteres klassiches Rennrad entschieden. Genauer: Ein Radon Ignite Ultegra.

Das Rad

Das Radon kommt mit einem eher unauffälligen matt schwarzen Rahmen und blauen Akzenten daher. Die Sitzposition ist deutlich komfortabler als bei meinem Cube Cross Race Pro aber immer noch sportlich.

Radon Ignite Ultegra, hier noch mit den Testpedalen

Die Ausstattung ist nun eine Ultegra Gruppe. Sattelstütze und Gabel sind aus Carbon gefertigt. Bisher war dank des Wetters nur eine sehr kurze Testfahrt drinne. Ich hoffe in den nächsten Tagen eine längere Tour machen zu können.

Anbauten

Da ja nicht nur das Rad, sondern auch das Zubehör den Besitzer gewechselt hat, durfte ich auch dies austauschen:

  • SPD Pedale – Shimano M520
  • Flaschenhalter – Fabric Cageless (Erfahrungsbericht folgt)
  • Garmin – Garmin Edge 520
  • Smartphonehalterung – Quadlock
  • Satteltasche – Evoc Sattlebag

Update 17.01.2018

Ein kurzes Update zu dem Cageless-System. Ich habe mittlerweile wieder klassische Flaschenhalter an dem Rad. Selbst auf dem Rollentrainer bei dem ich Zeit habe die Flasche wiede reinzuhaken, ist sie mir mehrfach auf dem Boden gefallen.

Outdoor, Tour

Microadventure: Trekking in der Eifel

In den Nordmarikanischen Nationalparks gibt es sie schon länger: buchbare Trekkingplätze die das Zelten in der „Wildnis“ legaliseren. Seid kurzem gibt es sowas auch in einem heimischen Nationalpark: Im Nationalpark Eifel. Die vier Trekkingplätze sind über den Nationalpark verteilt und bieten auf einer Holzplattform Platz für zwei Zelte. Zusätzlich gibt es eine Torf-Toillete und eine Sitzbank mit Tisch. Die Plätze können über die Seite http://www.trekking-eifel.de gebucht und bezahlt werden. Mit der Buchungbestätigung erhält man die GPS-Koordinaten.

Ich bin gegen 16:00 im Ort Kall losgezogen und habe mich von dort zu dem etwa 10km entfernten Trekkingplatz Land in Sicht“ begeben. Die Strecke war sehr hügelig und führte größtenteils über kleinere Wirtschafts und Wanderwege durch den Wald.

Der Trekkingplatz war gut vertsteckt und bot, wie sein Name andeutete, einen schönen Blick auf das darunterliegende Taal.

Wer wie ich kein selbststehendes Zelt besitzt kann sich mit sogentannten Plattform-Ankern behelfen. Außen an Plattform gab es zusätzlich Ösen zur Befestigung von Spannleinen.

Die Torf-Toillette ist natürlich echter Luxus. Der Gerucht hält sich dank des Torfs tatsächlich deutlich in Grenzen. Es riecht eigentlich nur nach alter Erde. Die Toilette war, zumindest bei diesem Platz war sie in angenehmer entdernung (30m).

Ein Focus der Tour war der Test einiger neuer Ausrüstungsgegenstände, darunter mein neues Zelt: Jack Wolfskin Gossammer und meiner Trekking-Rucksack: Deuter AirContact 65+10.

Zelt

Das Gosshammer von Jack Wolfskin ist eigentlich ein besserer Biwak-Sack als Zelt. Mit einem Packmaß von 46×15 cm und einem Gewicht von nur 1,5kg gehört es zu den leichtesten in seiner Preisklasse (unter 150€). Im inneren findet einePersonen bis 1,90 platz zum liegen (sitzen ist nicht möglich). Der Aufbau ging auch beim ersten mal (von einer Trockenübung mal abgesehen) sehr schnell.

Eine Anleitung ist nicht notwendig. Das Zelt hielt einem kurzen Regenschauer problemlos stand. Auch bei Dauerregen würde ich ihm vertrauen. Die Belüftung ist hervorragend. Am nächsten Morgen hatte ich kein Kondenzwasser im Zeltinnteren. Der Packsack ist genau richtig dimensioniert. Das Wiederverpacken ging vollkommen problemlos.

Rucksack

Ich bin was Deuter-Rucksäcke angeht stark voreingenommen. Fast alle meine Rucksäcke sind von Deuter. Bei der Auwahl des Trekkingrucksackes habe ich daher nicht verglichen sondern habe direkt das entsprechende Model von Deuter probegetragen und gekauft. Das Rückensystem ist wirklich super. Die 13kg Gepäck, Wasser und Essen die ich ihm verpackt hatte wurden wunderbar auf die Hüfte verteilt. Durch den beweglich Hüftgurt störte das Tragesystem auch beim Aufstieg nicht.

Ein mittlerweile übliches Detail hat mir besonders gut gefallen: Der Rucksack lässt sich nun auch vorne öffnen. So kommt man nun von unten (Bodenfach), von oben (Deckelfach) und in der Mitte (Frontfach) an die Ausrüstung. Da mein Zelt zu klein für mich und den Rucksack ist, musste er draußen schlafen. Gebettet wurde er auf zwei Steinen und zugedeckt mit seiner Regenhülle.

Fazit

Für ein schnelles Abenteuer (Microadventure) bieten sich diese Trekkingplätze hervorragend an. Wer will kann auch über eine vorgefertige Route alle vier Plätze in 5 Tagen (4 Nächten) ablaufen. Die neuen Ausrüstungsgegenstände haben sich bewährt. Beim nächsten mal würde ich wegen der harten Holzplattform aber auf eine aufblasbare Matte statt der verwendeten Evazote-Matte (Thermarest Ridgerest) zurückgreifen.

Outdoor, Technik

Review: Tasmanian Tiger Modular Pack 30

Technische Daten

Hersteller: Tasmanian Tiger (Tatonka)
Model: Modular Pack 30
Größe: 30l
Farbe: Oliv
Typ: Frontloader
Material: 700den Cordura
Abmessungen: 46 x 30 x 18 cm
Gewicht: 1,6 kg

Einsatzgebiete

  • Alltags
  • EDC / GHB-Bag
  • Daypack
  • Hüttenwanderungen

Review

Als ich den Rucksack das erste Mal auf Bildern gesehen habe, hat er mir nicht besonders gefallen. Interessiert hat er mich dennoch, da sein internes Organisations-Konzept für mich neu war.

Nach einer ersten Inspektion in einem örtlichen Outdoor-Fachgeschäft war ich dann doch sehr angetan.

Was ist also an diesem Rucksack so anders?

Zum einen ist es Frontloader mit einem umlaufenen Reißverschluss (YKK). Frontloader bieten den Vorteil das man sofort auf jedes Teil seiner Ausrüstung Zugriff hat und nicht erst andere, drüber liegende Ausrüstungsgegenstände, auspacken muss.

So richtig kann ein Frontloader seine Vorteile ausspielen, wenn man seine Ausrüstung gut in ihm organisieren kann. Hier kann Tasmanian Tiger (TT) mit seinem Klett-Molle-System punkten (später mehr dazu).

Öffnet man die Reißverschlüsse bei diesem Rucksack nur zu einem Drittel, so wirkt er wie ein klassischer Toploader. Der Vorteil eines Toploaders ist, dass man weiche Ausrüstungsgegenstände wie Kleidung in den Rucksack stopfen und somit gut komprimieren kann.

Der Rucksack behält dank des Schnitts und den robusten Materialien stets seine Form. Seine Form wird zur Unterseite schmaler. Dies hat zur Folge das er nicht selbstständig stehen kann ohne gegen eine Wand gelehnt zu werden. Auf glatten Untergründen neigt er dazu auf die Vorderseite zu rutschen.

An der Front, linken und rechten Seite sind Laser-Cut-MOLLE-Schlaufen (PALS) angebracht. An der Front sind es 4 mal 5 +2, an den Seiten jeweils 4 mal 6. Durch die Laser-Cut-Schlaufen wirkt der Rucksack deutlich unauffälliger. Zwar ist das anbringen zusätzlicher Taschen bei diesem System ein wenig aufwändiger, aber auch die Gefahr mit den Schlaufen hängen zu bleiben sinkt.

An den Seiten befindet sich ein verdecktes Komprimierungssystem welches über einen Kordelzug mit Kordelstopp funktioniert.

An beiden Seiten befindet sich ein Auslass für ein Trinksystem. Die Auslässe könnten für meinen Geschmack etwas größer sein.

Über dem Deckelfach befindet sich eine Gepäckspinne mit der eine Jacke griffbereit transportiert werden kann. Im Deckelfach selbst sind ausreichend Fächer sowie zwei D-Ringe für Schlüssel untergebracht. Im Gegensatz zum Haupt-Reißverschluss ist der Reißverschluss des Deckelfachs gegen das Eindringen von Spritzwasser geschützt. Das Material selbst ist wasserabweisend aber nicht wasserdicht. Bei der Dichte des Materials kann man davon ausgehen dass es eine halbe Stunde dem Regen stand halten kann. Wer auch bei Dauerregen unterwegs sein möchte oder sein muss, sollte eine zusätzliche Regenhülle anschaffen. Ich nutze die Tatonka Rainflap für Rucksäcke von 30l bis 40l in Oliv.

An der Vorderseite findet man noch zusätzliche Laschen an der weiteres Schock-Cord befestigt werden kann. Über seitlich angebrachte Doppellochzungen kann eine Befestigung für Lange Gegenstände (Trekking-Stöcke, Langwaffe etc.) hergestellt werden. Zusätzlich befindet sich vorne die obligatorische Klettfläche für Patches oder Namensschilder. Auf dem Boden befindet sich keine weitere Befestigungsmöglichkeit.

Das Tragesystem besteht aus zwei gut gepolsterten Schulterriemen die jeweils einen D-Ring sowie Lastkontrollriemen besitzen. Die Schulterriemen selbst sind in der Länge verstellbar sodass Sie auch über einem Plattentragesystem getragen werden können.

Über eine versteckte Fastex-Schnalle lässt sich der Rucksack abwerfen.

Ein verstellbarer Brustgurt ist ebenfalls vorhanden. Dieser ist an einer stelle elastisch und bestitzt eine kleine Schlaufe in die ich gerne meine Sonnenbrille einstecke.

Unten befinden sich der Beckengurt die mittels Klett an beiden Seiten entfernt werden können. Der Beckengurt besitzt auf beiden Seiten eine mittelgroße Tasche in der auch ein Smartphone (getestet mit iPhone 6s) platz findet.

Der Rücken ist mit Ventilationsschaum gepolstert. In der Mitte befindet sich eine Vertiefung die ebenfalls der Luftzirkulation dient.

Von dieser Art Ventilation darf man keine Wunder erwarten. Letztendlich liegt der Rücken fast plan auf dem Tragesystem auf. TT stellt einen ähnlich aufgebauten Rucksack (TT Modular Pack 30 Vent) mit einem Netzrückensystem her. Bei diesem wird das Rucksackgewicht ein Stück vom Rücken entfernt um eine wirksame Ventilation herbeizuführen. Allerdings lassen sich solche Rucksäcke während Kletterpassagen oder generell in schwierigen Gelände deutlich schlechter führen. Ich bevorzuge daher Kontaktrückensysteme.

Das Gewicht wird über eine entnehm- und anpasspbare Alu-Schiene auf die Hüftgurte übertragen. Für die Größe des Rucksacks ist das Tragesystem vollkommen ausreichend. Lasten bis 10kg können in diesem Rucksack problemlos transportiert werden.

Das Tragesystem ist, wie bei Rucksäcken dieser Größe üblich, nur sehr begrenzt einstellbar. Mit meinen 1,88m passt mir der Rucksack hervorragend. Ich würde vermuten das deutlich kleinere Personen Probleme haben.

Das innere des Rucksacks ist, abgesehen von einer Mesh-Tasche, fast vollständig mit einer Kombination aus Klett und Laser-Cut-Molle bezogen. Dies ermöglicht es seine Ausrüstung in Klett oder klassischen Molle-Taschen zu organisieren. Mitgeliefert werden 3 Klett-Taschen (2x Mesh, 1x Geschlossen) sowie ein anpassbares Waffentragesystem. Die drei Taschen besitzten zusätzlich ein klettbares Beschriftungsschild.

Die Taschen sowie das Waffentragesystem können dank des Kletts beliebig im inneren des Rucksacks angeordnet werden. Oben lässt sich der Rucksack über einen weiteren Reißverschluss öffnen. So können auch Gegenstände die länger als der Rucksack sind (z.B. Langwaffen) transportiert werden.

Durchgeführte Modifikationen

  • Trinkschlauch-Halterung am linken Schultergurt angebracht

Vorläufiges Fazit

Bisher musste sich der Rucksack nur im Alltag beweisen. Eine längere Tour mit hoher Beladung steht noch aus.

Die Verarbeitung und die Auswahl der Materialien sind sehr gut. Ein 500er Cordura hätte es vermutlich auch getan, allerdings würde der Rucksack dann seine Form nicht mehr so gut halten können.

Die Organsisationsmöglichkeiten zusammen mit den mitgelieferten Taschen machen den Rucksack in der Tat zu einem modularen Rucksack. Gerade für Menschen wie mich die Ausrüstung nicht einfach nur irgendwie in das Hauptfach werden, sondern sich Gedanken über die Gewichtsverteilung und den Zugriff machen haben hier Freude.

Ein abschließendes Fazit werde ich in einem separaten Bericht nach ein paar Touren schrieben.

Update 16.10.2017

Ich habe den Rucksack mittlerweile wieder verkauft. Das modulare Design hat sich im Alltag als unpraktisch erwiesen. Außerdem war der Rucksack für meinen Alltag zu groß. Er wurde durch einen Deuter TransApline 24 ersetzt.

Fahrrad, Tour

Erste längere Rennradtour

Meine erste längere Rennradtour liegt hinter mir. Wie geplant bin ich den Radweg-Sieg vom Anfang bis zum Ende gefahren. Da ich mich auf dem Rückweg ein wenig verfahren habe, beschlaß ich auf dem Rückweg nicht mehr der Sieg zu folgen sondern einen direkteren Weg zu nehmen. Dieser führte dann über die Berge und zu deutlich mehr Höhenmeter als geplant.

Nach den insgesamt 155km und über 1500hm war ich ziemlich platt. Meine neue Radhose hat sich aber bewährt: während der Tour hatte ich keine nennenswerten Schmerzen. Lediglich die Fingerspitzen meiner kleinen Finger sind auch 2 Tage nach der Tour noch immer leicht taub.

Da ich zwar eine Powerbank mit eingepackt, allerdings das Mini-USB Kabel für das Garmin vergessen habe wurde es am Ende noch einmal spannend. Aber auch mein Garmin hat die 7h 30m + Pause aber mit 8% Akkureserve gemeistert.

Was ich das nächste mal besser mache:

  1. Trotz ausgeschildertem Radweg den GPS Track mitnehmen
  2. USB Kabel für das Garmin einpacken
  3. Gehlhandschuhe benutzen (sind bestellt)
  4. Meine Trinkblase hat mir zwar gute Dienste geleistet, nächstes mal rüste ich aber auf 2 Flaschen um

Alles in allem war die Tour ein Erfolg. Ich bin mir ziemlich sicher das ich auch 200km fahren kann. Wenn zwischendurch keine Berge überwunden werden müssen auch mit einem höheren Tempo.

Fahrrad, Reise, Technik, Tour

Packliste Mehrtagestour Rennrad

Ich habe mittlerweile beschlossen das ich die kommende Mehrtagestour nicht mit vollem Camping-Equipment fahren werde. Stattdessen werde ich in einer Pension nächtigen. In den letzten Tagen habe ich mir Gedanken gemacht was ich denn so alles mitnehmen muss. Dabei ist folgende Packliste entstanden:

Menge Kategorie Produkt
1 Hygiene Zahnbürste
1 Hygiene Zahnpasta
1 Hygiene Duschgel
1 Hygiene Rei in der Tube
1 Technik GPS (Garmin Touring Edge)
1 Technik Smartphone (iPhone 6S)
1 Technik Powerbank (Anker 10.000 mAh)
1 Technik USB-Netzgerät
1 Technik Mini-USB Kabel (f. Garmin)
1 Technik Micro-USB Kabel (f. Powerbank)
1 Technik Lightning-Kabel (f. iPhone)
1 Technik Akku-Scheinwerfer (B&M Ixon Core)
1 Technik Akku-Rücklicht (B&M Ixxi)
1 Technik Kopflampe (Petzl Tactikka Plus )
1 Fahrrad Kabel + Schloss (Abus Cobra 10 / Abus 70IB)
1 Fahrrad Multitool
2 Fahrrad Reifenheber
1 Fahrrad Flickset
1 Fahrrad Minipumpe
1 Fahrrad Schlauch
1 Sonstiges Geldbörse
1 Sonstiges Taschenmesser (Victorinox Pioneer Alox)
1 Sonstiges Erste Hilfe Set
1 Kleidung Radhose *
1 Kleidung Jersey kurzarm*
1 Kleidung Jersey lamgarm
2 Kleidung Paar Socken *
1 Kleidung Radschuhe *
1 Kleidung Helm *
1 Kleidung Cycling-Cap *
1 Kleidung Regenjacke
1 Kleidung Regenüberschuhe
1 Verpflegung Packung Nüsse
3 Verpflegung Riegel
2 Verpflegung Wasser (Trinkblase + Flasche)

* am Mann

Einen Großteil der Ausrüstung will ich auf meiner Trainingsfahrt am kommenden Samstag bereits mitnehmen um mein Tempo mit Gepäck realistischer Einschätzen zu können.
Verpackt wird das alles in die Satteltasche, Oberrohrtasche und Rahmentasche. Auf die Lenkertasche werde ich wohl verzichten können. Diese schränkt meine Beweglichkeit auf dem Rad auch am meisten ein.

Fahrrad, Technik

Neue Ortlieb-Taschen

Eigentlich sind meine Ortlieb-Taschen noch vollkommen in Ordnung und erfüllen Tag für Tag und Reise für Reise treu Ihre Dienste. In Holland habe ich aber die Ortlieb Backroller Plus in der Version Rot / Schwarz gesehen und mich sofort verliebt. Da meine Taschen noch einen hohen Wiederverkaufswert haben, werden diese jetzt gesäubert und veräußert.

Ortlieb Backroller Plus

Beim Backroller Plus gibt es keine großen Unterschiede zu den Classics. Der wesentliche unterschied ist das Material. Es sieht nicht mehr nach LKW-Plane aus wirkt etwas matter und eleganter. Das Quick-Locksystem benötigt, im Unterschied zu meinen alten Taschen, kein Wekrzeug mehr und der untere Harken hat eine Verstell-Schiene mehr erhalten.

Ortlieb Ultimate 6

Hier kann ich nur zu der älteren (Version 5) Classic Version vergleichen. Hier hat sich wirklich einiges getan. Auch hier verwendet Ortlieb das neue elegantere stoffähnliche, aber genauso wasserdichte Material. Die Plus-Version hat zusätzlich zwei kleine Netztaschen an den beiden Seiten. Mit diesen weiß ich ehrlich gesagt noch nichts anzufangen. Super finde ich außerdem die Möglichkeit nicht nur die Tasche sondern auch den Inhalt rudimentär gegen Diebstahl mit dem Schlüssel zu schützen.

In der Version hat Ortlieb die Druckknöpfe die den Deckel geschlossen halten gegen Magnete ausgetauscht. Das ist ein wirklich Mehrwert. Die Druckknöpfe waren dermaßen kräftig das man beim öffnen soviel Kraft aufwenden muss das man Angst um die Halterung haben musste.

Wie sich die Taschen schlagen wird sich auf den nächsten Touren zeigen. Ortlieb gehört zu den Marken die einen großen Vertrauensvorschuss bei mir genießen. Dementsprechend zuversichtlich bin ich, das auch die neuen Taschen nicht enttäuschen werden.

Fahrrad, Reise, Tour

Langstrecken-Training

Bei mir fängt Langstrecke auf dem Rennrad bei 100km an. Das ist im Vergleich zu anderen schon eine liberale auslegung des Wortes. Nächste Woche, so der Plan, will ich mit dem Rennrad von Köln nach Oldenburg (c.a. 350km) in zwei Tagen fahren.

Da ich so gut wie keine Erfahrung mit Strecken jenseits der 100km habe, steht für den kommenden Samstag eine Rennradtour mit mind. 150km an. Ich habe mich für den Radweg Sieg entschieden.

Ich bin den Radweg weitesgehend schonmal gefahren. Damals noch mit meinem Trekkingrad. Der Streckenverlauf ist weitesgehend eben, wird aber von zwei knackigen Steigungen aufgelockert.

Der untergrund ist bis auf eine längere Ausnahme asphaltiert und gut fahrbar.

Wenn ich die Strecke hin und wieder zurück fahre komme ich mit Anfahrt auf ziemlich genau 150km. Ich möchte auf der Tour erfahren, mit welcher Durschnittsgeschwindigkeit ich bei einer längeren Strecke rechnen kann und wie ich meine Kraft einteilen muss.

Fahrrad, Reise

Radreise 2017-01: Köln -> Nijmegen -> Bocholt

Ich bin wieder zurück. Der 5 tägige Trip bei dem meine Freundin und ich Ihre Schwester mit einem Umweg entlang des Rheins besucht habeb ist zuende.

Insgesamt sind wir 337 km geradelt. Unsere durchschnittliche Etappe lag irgendwo bei 70 km. Leider war die Etappenlänge sehr unterschiedlich verteilt. So sind wir am ersten Tag gute 90km weit gekommen, am zweiten Tag mussten wir (wegen schlechter Planung) schon nach gut 55km halt machen.

Auf der Reise habe ich folgendes gelernt:

1. In den Niederlanden radelt es sich vorzüglich

Breite Radwege, Intelligente Verkehrsführung, Rücksichtsvolle Autofahrer und ein sofort verständliches Radnetz. All das gibt es direkt um die Ecke bei unseren Nachbarn. Fahrradfahren macht in den Niederlanden direkt noch mehr spaß. Man fühlt sich automaitsch sicherer und hat den Kopf frei für andere Dinge.

Direkt nach dem überqueren der Grenze (die es gar nicht mehr gibt) begrüßt die Niderlande die Radler mit einer Karte der Region und den nächsten Knotenpunkten. Anhand dieser Tafeln und der Knotenpunkte kann man sich problemlos durch ganze Land mit dem Rad navigieren. Ein GPS ist nicht notwendig.

2. Europa wächst zusammen

Eine sichtbare Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden gab es nicht. Wenn es einen Grenzstein gab, haben wir ihn beide male übersehen. Und auch die „digitale Grenze“ ist seid dem 1. Juni 2017 nun gefallen. Seitdem es nun auch keine Roaming-Gebühren mehr gibt kann man ganz ohne schlechtes Gewissen Google Maps für die Navigation zum Hotel benutzen und dabei eine Spotify-Playlist abspielen lasssen.

3. Karten sind nicht ausgestorben

Ich bin ein großer Freund Gadgets und so hatte ich selbstverständlich ein Garmin GPS sowie mein iPhone mit dabei. Das Garmin GPS ist zwar super darin einen Track auf der Karte darzustellen, aber zur Navigation eines Hotels / Adresse / POI’s ist es eigentlich unbrauchbar. Das iPhone kann das mit Google Maps hervorragend. Für die grobe Navigation reicht es aber sich an den Radwegsschildern zu orientieren.

Das nächste mal werde ich noch eine Übersichtskarte mit den ganzen Städten entland der Route mitführen. So kann muss man nicht immer auf der Route bleiben und kann sich trotzdem anahnd der Stände / Radwege orientieren.

4. Bahn und Rad geht ganz gut

Von Bocholt sind wir mit dem Zug zurück nach Köln gefahren. Zumindest in den Regionalzügen kann man problemlos mit Rad reisen. Je nach dem wo man einsteigt, wird es in den Fahrradabteilen zwar ein wenig eng, aber man findet eigentlich immer einen Stellplatz. Auch ist die Mitnahme der Räder nicht wirklich teuer.

An den Bahnhöfen sieht es dann wieder anders aus. Auf manchen Bahnhöfen gibt es gar keine Aufzüge. Auf manchen gibt es sie, aber sie sind zu eng für EIN! Fahrrad.

Wer da nicht in der Lage ist sein bepacktes Fahrrad 30 Stufen hoch oder herunter zu tragen ist verloren.